Nochlechka

Die Nichtregierungs-Organisation Nochlechka (russisch „Ein Dach für die Nacht“) wurde 1991 durch Valeri Sokolov in St. Petersburg gegründet.
Selbst russischer Bürger ohne Papiere, obdachlos, Opfer der durch den brutalen Wechsel des politischen Systems verursachten Wirtschaftskrise. Zur Zeit des roten Imperiums gab es offiziell keine Obdachlosigkeit. Es war deshalb gar nicht möglich, dass sich die Gesellschaft darum kümmerte.

Heute vegetiren in St. Petersburg über 60’000 Männer, Frauen und Kinder unter dramatischen Bedingungen dahin.

Sie überleben auf der Strasse, in Kellern, in verlassenen Gebäuden. Sie haben keinen Zugang zu Trinkwasser, zu geheizten Räumen, zu Pflege und zu keinerlei warmer Nahrung. Im Winter haben sie nur die eine Wahl: zu erfrieren.
Lesen Sie den Ordner, deren Datei ihnen gewidmet

Für die russische Nichtregierungs-Organisation Nochlechka darf das nicht sein. Sie erklärt laut hörbar:
„In Russland hat jeder das Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit, unabhängig von seinem administrativen Status“.

Um dies zu erreichen, unterhält Nochlechka mit seinen fünfzehn Angestellten und etwa sechzig Freiwilligen seit mehr als 25 Jahren verschiedene Programme, um die Obdachlosen admistrativ, sozial und psychologisch wieder eingliedern zu können. Sie verteidigt ihre Rechte und setzt sich mit verschiedenen Hilfsaktionen täglich für die Bedürftigsten ein. Sie ermöglicht den Betreuten Zugang zur nötigsten Pflege, zu Grundnahrungsmitteln und manchmal auch, die administrative Identität (Propiska) wieder zu erlangen, ohne die der russische Bürger nichts ist.

Nochlechka wird heute von Partnervereinigungen und auch durch die Stadt St. Petersburg (in kleinem Rahmen) finanziell unterstützt.
Nochlechka hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten.