Wiedergeburt

Obdachlos und Sans-Papier zu sein, auf der Strasse überleben zu müssen, hat schreckliche Folgen.
Um sich der gnadenlosen Realität zu stellen, verschlingt der Betroffene oft Alkohol und synthetische Produkte.
Nochlechka hat ein Entzugs-Zentrum eröffnet. Lesen Sie die Fortsetzung

Wiedergeburt
Obdachlos und Sans-Papier zu sein, auf der Strasse überleben zu müssen, hat schreckliche Folgen.
Um sich der gnadenlosen Realität zu stellen, verschlingt der Betroffene oft Alkohol und synthetische Produkte. Sehr häufig wird er davon abhängig.

Aufeinander zugehen
Nochlechka reicht ihnen die Hand und öffnet ihnen seit Mitte Juni ihr Entzugs-Zentrum mit dem Namen aufeinander zugehen.
Es kann 14 Personen (4 Frauen und 10 Männer) aufnehmen. Sie erhalten dort Pflege, Unterkunft und Verpflegung. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt sechs Monate.

Das Gleichgewicht wiederfinden
Victoria Ursowa, Projektkoordinatorin bei Nochlechka, erklärt uns:
Bisher hat Nochlechka ihre Entzugs-Sitzungen im Empfangszentrum an der Borowaya-Strasse durchgeführt. Mangels Platz hat dies nicht gut funktioniert, kaum zehn Personen konnten richtig von den durchgefahren Kursen profitieren.
Wir haben deshalb entschieden, das Projekt an einen externen Standort zu verlagern. Dies wurde durch eine sehr grosszügige Person ermöglicht, welche uns dazu ihre Wohnung zur Verfügung stellt.
Diese Unterkunft gewährt eine bedeutend höhere Unabhängig für die Programmteilnehmer.
Die Respektierung der Unterkunftsbedinungen wird strikt kontrolliert, die Teilnehmer werden aber auch mehr Freiheit haben.
Zudem erlaubt uns der Umzug, geschützte Orte für Frauen einzurichten, die an Alkohol- oder Pillensucht leiden.
Dies war bisher nicht der Fall.

Sich auf eine neue Existenz vorbereiten
Victoria Ursowa ergänzt noch: Der Projektaufbau basiert auf den Prinzipien der Vereinigung Anonyme Alkoholiker. Es finden Einzel- und Gruppensitzungen mit Suchtberatern und Psychologen statt.
Die täglichen Treffen werden von Fachpersonal sowie von ehemaligen obdachlosen Drogenabhängigen, die ihre Sucht besiegt haben, geleitet.

Zudem helfen Rechtsanwälte von Nochlechka, die juristischen Probleme zu lösen. Dadurch wird die administrative Wiedereingliederung erleichtert.

Diese gesetzliche Arbeit ist fundamental, sie erlaubt den obdachlosen Sans-Papiers ihre Identität, ihre Propiska wiederzufinden, die von der Verwaltung verweigerte Hilfe zu vergessen, die sie auf die Strasse trieb und erneut eine weniger tragische Existenz aufzubauen.
Die Kosten pro Teilnehmer für Pflege und Unterkunft betragen pro Tag 1’546 Rubel / 24 CHF

Unterstützen Sie das Entzugs-Zentrum, Sie retten Leben

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