Die juristische Beratung

Alljährlich erfasst Nochlezhka mehr als tausend neue Sans-Papiers, die meisten davon sind obdachlos. Ihre Zahl steigt von Monat zu Monat.
Nochlezhka stellt ihnen eine Ersatz-Identitätskarte aus, welche zumindest vermeidet, dass die Leute nicht ständig von Polizisten bedrängt werden. Die Petersburger Behörden akzeptieren dieses „selbstgemachte“ Formular stillschweigend.
Die zwei Juristen von Nochlezhka kümmern sich vorwiegend um die zahlreichen bürokratischen Abläufe, welche die Erlangung der Propiska erfordert und um diverse weitere amtliche Papiere. Sie kontrollieren ebenfalls Arbeitsverträge und das Lohnniveau.
Im besten Fall beträgt die Beschaffungsdauer eines Passes ein halbes Jahr, meistens handelt es sich jedoch um ein ganzes Jahr oder sogar noch mehr; manchmal gelingt es gar nicht. Während dieser langen Zeit verbleiben die Sans-Papiers auf der Strasse und ihre Aussichten auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft und ihre Überlebens-Chancen sinken weiter.

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