Zelt des Überlebens – Mission erfüllt
Nochlezhka Suisse Solidaire möchte sich herzlich bei den zahlreichen Spenderinnen und Spendern bedanken, die mitgeholfen haben, auch in der grössten Kälte des winterlichen St. Petersburgs den Ärmsten ein Obdach zu bieten.
Der Winter ist für die Obdachlosen nun zu Ende. Am Montag 2. April 2011 beginnen die Arbeiten zur Demontage des Zelts und Reinigung des Geländes.
Das geheizte Zelt mit einer Kapazität für 50 Personen, das am 1. Dezember 2010 in Zusammenarbeit mit den Behörden des Distriktes Admiraltejskij von Nochlezhka aufgestellt worden war, wird zusammen gelegt.
Diese Unterkunft für den Winter hat während 118 Nächten ihren Dienst getan. Sie hat 482 Personen mit insgesamt 5560 Übernachtungen geholfen. 112 Personen wurden medizinisch versorgt. 11'800 Essen wurden ausgeteilt – Frühstück und Abendessen. Während dieser 4 Monate hat die soziale Beratung von Nochlezhka geholfen, zahlreiche Probleme zu lösen: so wurden beispielsweise Identitätskarten ausgestellt oder Hilfe bei den Formalitäten zum Erhalt von Rentenansprüchen geleistet.
Leider ist trotz der schönen St. Petersburger Palastfassaden die Frage des Überlebens für viele Menschen ungelöst. Diesen Winter hat das Zelt des Überlebens die Unterstützung von den Bewohnern der Stadt, von Spendern und von Freiwilligen erhalten. Dank den Spenden, davon 9'000 CHF von N.S.S., konnte das Zelt mit Heizmaterial, Esswaren, Geschirr, Verbandsmaterial, Medikamenten, Decken und Toilettenartikel ausgestattet werden. Die finanzielle Unterstützung hat auch erlaubt, die Löhne des Wachpersonals und der Sozialarbeiter von Nochlezhka zu bezahlen.
Es kann nicht oft genug wiederholt werden : In den meisten Fällen, in denen sich eine Person ohne Papiere und ohne Obdach wiederfindet, ist ihr der Ausweg aus dieser Notlage versperrt. Von Gesetz und Behörden wird eine solche Person vollständig ignoriert. Ihre Rechte, die in der Verfassung verankert sind, werden nicht respektiert. Dabei sollte deren Beachtung die Grundlage eines jeden Rechtstaates sein.
Nochmals spasibo bol’šoe für Ihre Unterstützung !